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Unsere Kirchgemeinde

Unsere Kirche

Geschichtliches

Die Ortschaft Buchs gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Werdenberg. Bereits um das Jahr 1300 wurde eine Kirche in Buchs bezeugt. Nach dem Aussterben der Grafen von Werdenberg kam die Region 1517 nach verschiedenen anderen Besitzern in den Besitz des eidgenössischen Ortes Glarus. Bereits 1526 führte Glarus auch im Werdenberg die Reformation ein.

Ab 1638 residierten nur noch evangelische Landvögte auf Schloss Werdenberg. Samt den Pfarrern von Grabs und Sevelen gehörten die Pfarrer von Buchs deshalb seit der Reformation zur glarnerischen Synode.

1803 wurde Buchs zum neu entstandenen Kanton St. Gallen hinzugefügt. Seither gehört Buchs zur evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen.

Zu den Lokalitäten, die die Gemeinde heute nutzt, zählen die Kirche an der Kirchgasse, der 1956 erbaute Kirchgemeindesaal im Ortsteil Räfis, sowie die Jugendräume des „CheckIn“ und das Sekretariat an der Churerstrasse 3. 

Heute hat die evangelische Kirchgemeinde Buchs gut 3500 Mitglieder. Ein grosses Team von Haupt- und Ehrenamtlichen ist in der Gemeinde tätig. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten finden in der Gemeinde eine Vielzahl von Angeboten statt.

 

 

Der Kirchbau

Am 16. März 1931 wurde die zu klein gewordene alte Kirche – nach dem Abbruch der Holzkonstruktionen – gesprengt. Es handelte sich damals um die erste elektrisch gezündete Sprengung in der Schweiz. Die Grundsteinlegung feierten die Buchser am 24. Mai 1931. 

Die fünf Glocken, hergestellt von der Firma Rüetschi in Aarau, trafen am 5. November 1931 im Buchser Bahnhof ein. Am folgenden Tag wurden sie geschmückt und mit Pferdewagen durch die Bahnhofstrasse zur Kirche gebracht. Dort wurden sie eingeweiht und per Seilzug von Schülern der 5. - 8. Klasse auf den Turm gezogen. Die Einweihung der Kirche fand, nach nur knapp einem Jahr Bauzeit, am Sonntag, 28. Februar 1932 statt. Sie war unter der Leitung der Architekten Otto Schläpfer (Zürich) und Martin Risch (Chur) errichtet worden.

Eine Besonderheit stellt der Turm der Kirche dar: Er ist der erste ganz aus Beton konstruierte und gestaltete Kirchturm der Schweiz. An der höchsten Stelle, dem Stern an der Turmspitze, misst er 82 Meter. Die drei Reformatoren Luther, Zwingli und Calvin, die aussen über dem Hauptportal zu sehen sind, wurden vom Bildhauer Meier in St. Gallen gestaltet. Der Taufstein ist aus poliertem Serpentin-Stein hergestellt und wurde 1988 mit hellem Marmor vergrössert. Die Kirche bietet in ihrer heutigen Gestalt Sitzplätze für 780 Personen.